Matura

Zentralmatura Vorbereitung: Lernplan von Jänner bis Mai

8. September 2026
9 Min. Lesezeit

Die Zentralmatura bereitest du am besten in drei Blöcken vor: Bis Ende Februar ist die VWA abgegeben und der Stoff jedes Klausurfachs in Karteikarten zerlegt. Im März und April wiederholst du täglich und löst alte Klausuren unter Zeitdruck. Im Mai schreibst du die Klausuren und bereitest parallel die mündlichen Themen vor. Wer diesen Rhythmus ab Jänner einhält, kommt ohne Nachtschichten durch.

Hier findest du den Ablauf der standardisierten Reife- und Diplomprüfung, einen Monatsplan von Jänner bis Mai, konkrete Lerntipps für Deutsch, Mathematik und Englisch, die Vorbereitung der mündlichen Prüfung und die Regeln zur Kompensationsprüfung. Am Ende: FAQ und der schnellste Weg von Mitschriften zu Karteikarten.

Auf einen Blick

SäuleWas geprüft wirdWann (typisch)
VWA / DiplomarbeitSchriftliche Arbeit, danach Präsentation und DiskussionAbgabe meist Februar, Präsentation im Prüfungszeitraum
KlausurenDeutsch, Mathematik, lebende Fremdsprache; je nach Wahl und Schulform eine weitere KlausurHaupttermin Anfang Mai, österreichweit gleiche Tage
Mündliche PrüfungenZwei oder drei Fächer, Themenpools sind vorher bekanntJuni
KompensationsprüfungMündlich, nur bei negativer Klausur, im selben FachEinige Wochen nach den Klausuren

Termine und Anzahl der Prüfungen hängen von Schulform und Wahl ab; prüfe die aktuellen Vorgaben deiner Schule.

So ist die Zentralmatura aufgebaut

Die Matura besteht aus drei Säulen. Erstens die vorwissenschaftliche Arbeit (VWA) an der AHS bzw. die Diplomarbeit an der BHS, die du schreibst, abgibst und dann präsentierst. Zweitens die schriftlichen Klausuren: Deutsch, Mathematik (an der BHS Angewandte Mathematik) und eine lebende Fremdsprache, meist Englisch, sind standardisiert und werden zentral gestellt. Je nach Wahl kommt eine weitere Klausur dazu, an der BHS auch fachtheoretische Klausuren. Drittens die mündlichen Prüfungen: Du wählst Fächer, bekommst die Themenpools vorab und ziehst am Prüfungstag Aufgaben daraus.

Für die Vorbereitung heißt das: Die Klausurfächer brauchen die meiste Zeit, weil dort Prüfungsformat und Zeitdruck feststehen. Die mündlichen Fächer lassen sich mit Karteikarten sehr gut vorbereiten, weil die Themenpools bekannt sind. Und die VWA sollte im Jänner nur noch Feinschliff sein, damit sie nicht mit dem Lernen kollidiert. Wer beim Schreiben noch Struktur braucht, findet im Zeitplan für die Bachelorarbeit ein Vorgehen, das sich auf die VWA übertragen lässt.

Monatsplan: Jänner bis Mai

  1. Jänner: Stoffliste pro Klausurfach anlegen, Themenpools der mündlichen Fächer sammeln, Aufgabentypen der Klausuren ansehen. Beginne, den Stoff in Karteikarten zu zerlegen, zuerst in dem Fach, in dem du am unsichersten bist.
  2. Februar: VWA abgeben. Karten in allen Fächern vervollständigen, tägliche Wiederholung von 15 bis 30 Minuten starten. Semesterferien für die erste alte Klausur pro Fach nutzen, um Lücken zu finden.
  3. März: Pro Woche mindestens eine alte Klausur unter echten Zeitbedingungen. Fehler werden zu neuen Karten. Mündliche Themen erstmals laut durchsprechen.
  4. April: Osterferien als Intensivphase: zwei Klausuren pro Woche, Wiederholung bleibt täglich. Keine neuen Themen mehr, nur noch Vertiefung und Lücken.
  5. Mai: Klausurwochen. In den drei Tagen vor jeder Klausur nur dieses Fach wiederholen, danach sofort zum nächsten wechseln. Nach der letzten Klausur beginnt die Vorbereitung der mündlichen Prüfungen.

Tipp: Alte Klausuren richtig nutzen

Löse alte Klausuren erst, wenn die Karten zum Stoff sitzen, sonst übst du nur das Nachschlagen. Und stoppe die Zeit ab der ersten Klausur: Der häufigste Grund für ein „Nicht genügend“ ist nicht fehlendes Wissen, sondern Zeitnot bei den letzten Aufgaben.

Deutsch, Mathematik, Englisch: Worauf es ankommt

Deutsch: Die Klausur verlangt bestimmte Textsorten mit festen Merkmalen. Lege für jede Textsorte eine Karte mit Aufbau, typischen Formulierungen und Stolperfallen an. Übe dann pro Woche einen Text unter Zeitdruck und vergleiche mit den Beurteilungskriterien.

Mathematik: Der Aufgabenpool ist bekannt, der Stoff ist in Grundkompetenzen gegliedert. Genau diese Grundkompetenzen sind ideale Karteikarten: Formel, Bedeutung, typischer Aufgabentyp, häufiger Fehler. Rechne zusätzlich alte Aufgaben, bis jeder Typ automatisch läuft.

Englisch: Hören, Lesen, Sprachverwendung im Kontext und Schreiben. Karten helfen bei Wortschatz nach Themen, Konnektoren, den Aufbau der geforderten Textsorten (etwa Artikel, Report, formeller Brief) und bei Grammatikfallen. Höre täglich zehn Minuten Englisch, das lässt sich nicht in Karten packen.

Mündliche Prüfung und Kompensationsprüfung

Die mündlichen Themenpools sind dein Lehrplan. Erstelle pro Thema eine Handvoll Karten: Kernbegriffe, ein Beispiel, eine Verbindung zu einem anderen Thema. Übe dann das freie Sprechen: Ziehe eine Karte, sprich drei Minuten am Stück, ohne abzulesen. Das ist die ehrlichste Prüfung, ob du ein Thema wirklich verstanden hast.

Wenn eine Klausur negativ ausfällt, ist die Matura nicht verloren. Du kannst in diesem Fach zur mündlichen Kompensationsprüfung antreten, die dieselben Kompetenzen prüft wie die Klausur. Sie liegt einige Wochen nach den Klausuren, also bleibt Zeit zum Wiederholen. Wichtig: Warte nicht auf das Ergebnis, sondern wiederhole die Karten des Fachs weiter, dann bist du im Ernstfall vorbereitet. Wie die Gesamtnote aus Klausur und Kompensationsprüfung gebildet wird, erklärt dir deine Schule anhand der aktuellen Vorgaben.

Von Mitschriften und Skripten zu Karteikarten

Das Anlegen der Karten ist der Schritt, an dem die meisten hängen bleiben. NoteFren nimmt ihn dir ab: Fotografiere deine Mitschriften und Schularbeiten-Zusammenfassungen oder lade das PDF eines Skripts hoch, und du bekommst fertige Karteikarten, die du im Browser und auf iPhone/iPad wiederholst. Du kontrollierst kurz, formulierst um, was nicht zu deinem Unterricht passt, und beginnst noch am selben Tag mit Spaced Repetition. Mehr dazu auf der Seite zur KI-Karteikarten-App.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie läuft die Kompensationsprüfung ab?

Wenn eine Klausur negativ ist, kannst du in diesem Fach eine mündliche Kompensationsprüfung ablegen. Sie findet einige Wochen nach der Klausur statt und prüft dieselben Kompetenzen wie die schriftliche Prüfung. Die Gesamtnote ergibt sich dann aus Klausur und Kompensationsprüfung. Die genauen Regeln zur Notenbildung findest du bei deiner Schule.

Wann muss die VWA fertig sein?

Die Abgabe liegt meist im Februar des Maturajahres, den genauen Termin legt deine Schule fest. Die Präsentation und Diskussion folgt später, in der Regel im Zeitraum der mündlichen Prüfungen. Plane die letzten Korrekturen so, dass sie nicht mit dem Start der Klausurvorbereitung kollidieren.

Zählt die Jahresnote zur Maturanote?

Seit einigen Jahren fließt die Jahresnote der Abschlussklasse in die Maturanote ein, was das Gewicht der einzelnen Klausur verringert. Prüfe, welche Regelung für deinen Jahrgang gilt, und nimm die letzten Schularbeiten deshalb genauso ernst wie die Matura selbst.

Wie viele Stunden pro Tag sollte ich vor der Matura lernen?

Lieber jeden Tag ein bis zwei fokussierte Stunden über Monate als acht Stunden in der letzten Woche. Mit Karteikarten und Spaced Repetition bleibt die tägliche Wiederholung bei 15 bis 30 Minuten; die restliche Zeit gehört alten Klausuren und dem Üben von Textsorten und Aufgabentypen.

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